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Erster Österreichsicher
Dachverband Legasthenie
Telefon: 0043 463 55660
Fax: 0043 463 55660
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Allgemeine
Erklärung
Biogenetische Ursachen
Wie erkennt man Legasthenie/Dyskalkulie?
Wie erkennt man LRS?
Was ist zu tun?
Die Förderung
Unterschied LRS/Legasthenie
Die AFS-Methode
A steht für Aufmerksamkeit
F steht für Funktionen
S steht für Symptom
Begleitsymptome
Praktische Ideen für den Unterricht
Wichtige Internetlinks
Praktische
Ideen für den Unterricht
- Versuchen Sie sich vorzustellen, dass legasthene/dyskalkule Menschen durch
ihre differenten Sinneswahrnehmungen mit herkömmlichen Lehrmethoden alleine
das Schreiben, Lesen und Rechnen nicht zufriedenstellend erlernen können.
- Zeigen Sie legasthenen/LRS/dyskalkulen Schülern ein Interesse an ihren
Problemen und haben Sie für sie Geduld, Ausdauer und Verständnis.
- Vermeiden Sie es, im Zusammenhang mit der Legasthenie/Dyskalkulie von Schwäche,
Störung, Behinderung oder Krankheit zu sprechen. Stellen Sie sie als
das dar, was sie ist, als eine biogenetische Laune der Natur, für die
niemand verantwortlich ist.
- Informieren Sie die Eltern über die Problematik der Legasthenie/LRS/Dyskalkulie,
damit sie eine Vorstellung davon und das damit verbundene Verständnis
für die Kinder bekommen. Interessieren Sie die Eltern für die Interventionen/Förderungen
und arbeiten Sie eng mit ihnen zusammen.
- Heben Sie die Stärken und besonderen Begabungen der Schüler hervor,
um ihr Selbstwertgefühl zu festigen. Jegliche Bemühungen sollten
angestellt werden, um das Vertrauen zwischen Schülern und Lehrern aufzubauen.
- Berücksichtigen Sie die Sprunghaftigkeit der Schüler hinsichtlich
der Aufmerksamkeit und des Verhaltens. Helfen Sie dem Schüler, seine
Gedanken zu ordnen, das Denken und Handeln in Einklang zu bringen und vermeiden
Sie Zeitdruck.
- Lob, auch für geringe Fortschritte, ist wichtig und sollte häufig
vorkommen. Vermeiden Sie Vergleiche mit den Mitschülern.
- Die Förderung von Schülern mit einer Legasthenie/LRS/Dyskalkulie
sollte einzeln oder in kleinen Gruppen differenziert durchgeführt werden.
Übungseinheiten sollten nur in kurzen Sequenzen stattfinden.
- Achten Sie darauf, dass der Arbeitsplatz ruhig, ordentlich und angenehm
gestaltet ist, betroffene Schüler profitieren von einer Vertrauensperson.
- Stellen Sie fest, welche Methode von den betroffenen Kindern am besten angenommen
wird.
- Planen Sie die Arbeit mit den Kindern sorgfältig, damit diese die richtige
Schwierigkeitsstufe hat. Ihre Planung sollte Elemente von “Entdecken”
und “offenem Ende” enthalten, um die Motivation und das Interesse
der legasthenen/LRS/dyskalkulen Schüler anzuregen.
Erteilen Sie diesen Schülern besonders klare Arbeitsaufträge, lassen
Sie die Kinder ihre Aufträge auch wiederholen. Die eigene Stimme ist
eine nützliche Hilfe für das Gedächtnis. Überprüfen
Sie, ob die Schüler die gestellte Aufgabe verstehen und geben Sie ihnen
ausreichend Zeit zum Üben.
- Vermeiden Sie übermäßiges Abschreiben. Beachten Sie, dass
der Blick des Schülers geradeaus zur Tafel gerichtet ist.
- Ein übersichtliches, deutliches Schriftbild, z. B. bei Tafelbildern
und Arbeitsblättern, ist notwendig. Die Ausarbeitung dieser Arbeitsmaterialien
bedarf sorgfältiger Überlegung: Fettgedruckte Überschriften,
reiner Druck, weniger Geschriebenes, mehr grafische Darstellungen sind angebracht.
- Sprechen Sie deutlich, und helfen Sie dem Kind, besonders schwierige Wörter
richtig auszusprechen.
- Computer und Tonbandgeräte sollen verwendet werden. Auch der effiziente
Gebrauch eines Wörterbuches oder Lexikons muss gelehrt und intensiv geübt
werden.
- Hausübungen können und sollen differenziert im Umfang und Schwierigkeitsgrad
gegeben werden.
- Strukturieren Sie lange Texte und beachten Sie, dass lautes Vorlesen vor
der gesamten Klasse nur auf Wunsch der Schüler erfolgen sollte. Denken
Sie daran, dass ein legasthener/LRS Schüler einen Text korrekt lesen,
dennoch den Sinn oft nicht erfassen kann.
- Beachten Sie, dass sich eine Legasthenie/LRS/Dyskalkulie auch in anderen
Unterrichtsfächern niederschlägt.
- Denken Sie daran, dass ein legasthener/LRS Schüler keine guten Mitschriften
verfassen kann, da er dabei Probleme hat, gleichzeitig zuzuhören und
zu schreiben.
- Mit den herkömmlichen Korrekturzeichen allein sind legasthene/LRS Kinder
überfordert, geben Sie ihnen daher auch das richtige Wortbild vor.
- Versuchen Sie einen Unterschied zwischen Wahrnehmungsfehlern - sie entstehen
durch die differenten Sinneswahrnehmungen - und Rechtschreibfehlern zu machen,
besonders bei der Beurteilung.
Beurteilen Sie schriftliche Arbeiten nicht nur nach den Fehlern, sondern auch
nach dem Inhalt, dem Ausdruck und der Sprachrichtigkeit.
- Eine starke Gewichtung von mündlichen Überprüfungen und deren
Beurteilung sollte gegeben sein.